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am 9.11.2008 hat es sich so ergeben, dass wir zwei benefizkonzerte an einem tag spielten.
am vormittag für die "hilfsgemeinschaft der blinden und sehschwachen" im haus der begegnung (wien 19) und am abend für "menschen für menschen" beim "boogie for africa" konzert im wiener metropol.

wir freuen uns, dass wir mit unseren auftritten helfen konnten und möchten hier ein kurzes feedback veröffentlichen:



das erste benefizkonzert für die hilfsgemeinschaft war ein voller erfolg

sonntag um 11 uhr ging es im festsaal im haus der begegnung in der gatterburggasse
in wien 19, rund. katie kern, karin daym und sabine pyrker, die rocking birds brachten
schwung in den sonntag vormittag.
wer die drei zarten frauen sieht, kann kaum glauben, welches feuerwerk an rhythmus
sie zu entfachen im stande sind. rockige stimmen und unglaubliches rhythmusgefühl
ergeben eine mitreißende mischung. ...

helga bachleitner



liebe rocking birds,

im namen von karlheinz und almaz böhm und vor allem im namen jener menschen,
denen ihre unterstützung zuteil wird, möchte ich nochmals ganz herzlich danke
sagen.
für uns und die menschen in äthiopien ist es keine selbstverständlichkeit, dass sie
bei dem benefizkonzert boogie for africa kostenlos mitgewirkt haben und so die
einnahmen für die projekte von menschen für menschen verwendet werden können.

mit den konzerteinnahmen können in äthiopien z.b. zwei brunnen gebaut werden,
die jeweils einige hundert familien mit gesundem, sauberem wasser versorgen.
ein brunnen im dorf hat den "nebeneffekt", dass auch mädchen, die üblicherweise
täglich stundenlang zu den verschmutzten wasserstellen laufen müssen, stattdessen
die schule besuchen können.
und nur durch bildung ist entwicklung möglich – danke!!!

mit besten grüßen für das ganze team

adelheid bahmou



kommentar: axel zwingenberger

wenn boogie woogie, blues, bluegrass, rockabilly, country und western oder western swing auf der musikalischen menükarte von clubs, festivals, konzerten oder auch cd-veröffentlichungen stehen, kann man sich ziemlich sicher sein, dass frauen nur sehr selten im rampenlicht stehen werden, es sei denn als sängerin. weshalb, ist eigentlich rätselhaft – es besteht jedenfalls ein großer nachholbedarf, finde ich! umso erfreulicher ist es, dass „the rocking birds“ aus wien einen meilenstein gesetzt haben, diese lücke endlich kleiner werden zu lassen: katie kern, karin daym und sabine pyrker haben gleich eine ganze frauencombo auf die beine gestellt, die sich mit unbändiger spielfreude immer mehr freunde schafft und das oben erwähnte rätsel noch rätselhafter erscheinen lässt. denn die rocking birds gehen kompromisslos zur sache: das rhythmusfundament von sabine am schlagzeug und karin am bass groovt und swingt durchgehend mit voller power, und katies rockende gitarre beisst sich pointiert durch die songs, die alle einer stilepoche verbunden sind, in der man mit verstärkten gitarren noch keine dröhnsuppe erzeugte, die jeden subtileren rhythmusansatz lärmend zumüllt. so können auch die shuffle-beats vom schlagzeug leuchten und der bass einen angenehm tragenden groove einbringen, und nicht zuletzt kann entspannt dazu gesungen werden, wie gut zu hören ist. für einen gelegentlichen mitspieler bei gemeinsamen sessions wie mich ist damit gewährleistet, dass man in ein echtes musikalisches gespräch mit den rocking birds einsteigen kann; grundvoraussetzung dafür, dass eine session sinn hat und spaß macht. der stilistische bogen der rocking birds ist weit gespannt, wie man auf dieser cd leicht feststellen kann: er umfasst einfach alle oben genannten stilarten! das verlangt einiges musikalisches können, und seit ihrer gründung 2004 kann man den rocking birds bescheinigen, dass sie sich immer weiter in ihrer musikalischen welt vervollkommnen. katie kerns große leidenschaft ist unüberhörbar der western swing- und rockabillysound, nicht zuletzt beeinflusst von albert lee, mit dem mich auch einige inspirierende session-erfahrungen verbinden. karin daym setzt mit ihrer stimme die noch stärker bluesigen akzente, was dem repertoire der band nicht zuletzt hinsichtlich ausdrucksstärke zu gute kommt (auch peggy lee hatte lange vor ihrer paradenummer „fever“ schon blues mit großmeistern wie pete johnson und barney bigard aufgenommen). sabine pyrker ist für den achtelbeat-shuffle quasi genetisch vorbelastet als tochter des österreichischen boogie woogie-piano-pioniers, meines freundes martin pyrker, was sich in ihrem unfehlbar swingenden drive niederschlägt. wann immer ich die rocking birds erlebe, fällt mir auf, wie mitfühlend freundschaftlich die drei miteinander umgehen, sei es auf der bühne, sei es außerhalb der scheinwerfer. jede bekommt genügend bewegungsspielraum, um ihre speziellen stärken präsentieren zu können. das kann mann auch auf dieser cd gut hören. ob katie ihre gitarrenriffs zu schnellen songs wie „folsom prison blues“ oder „just because“ fliegen lässt, karin after hours-verrauchte blues wie „reckless woman“ oder „mama, he treats your daughter mean“ anstimmt oder sabine in „shake that boogie“ ausführlich soliert, alles trägt zu einem runden gesamtsound bei. wenn eine band stücke wie „that's allright mama“ von arthur big boy crudup via elvis presley, balladen wie „take these chains“ oder country-blues-inspirierten klängen wie in „heart's in sorrow“ gleichermaßen glaubwürdig und mit begeisterung vortragen kann, dann ist die chance gar nicht gering, dass sie nicht nur das erwähnte frauen-defizit in dieser musik verringert, sondern sie auch vorbild für weitere frauenbands werden kann, die diesen startschuss aufnehmen und selbst zu instrument und mikrophon greifen, um den schwung dieser zeitlosen ausdrucksform weiterzutragen. in diesem sinne leisten die rocking birds durchaus pionierarbeit, und es ist der live-musikszene sehr zu wünschen, dass ihr beispiel schule macht. ich wünsche den zuhörern viel spaß mit diesem debutalbum der rocking birds, und vergessen sie auf keinen fall, die damen bei nächster gelegenheit „live on stage“
zu erleben!

axel zwingenberger, 2008